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Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke"

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Mit dem Eurofighter wird das Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" befähigt, seinen Auftrag als Hauptverteidigungskraft im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung durchzuführen. Nach erreichen der Luft-Boden Befähigung des Eurofighters wird dieser als Mehrfachrollenfähiges Waffensystem (MULTI ROLE) neben der Bekämpfung von Luftzielen auch die Rolle des Jagdbombers und damit die Bekämpfung von Bodenzielen übernehmen.

Hauptmann Oswald Boelcke

Hauptmann Oswald Boelcke wurde am 19. Mai 1891 in Giebichenstein an der Saale als Sohn eines Lehrers geboren. Nach dem Abitur trat er im März 1911 als Fahnenjunker in das 3. Telegrafen-Bataillon in Koblenz ein. Anfang 1914 kam er als Leutnant zu einer Funkerkompanie nach Darmstadt. Nach kurzer Zeit wurde er zur Darmstädter Fliegerschule versetzt. Zum Abschluss einer nur sechswöchigen Flugausbildung erhielt er am 15. August 1914 seine Fluglizenz und wurde an der Westfront als Aufklärungsflieger eingesetzt.

Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm, der als Beobachter fungierte, flogen sie gemeinsam bis zum Frühjahr 1915 in der taktischen Aufklärung. Danach wechselte er in die Jagdfliegerei und erzielte seinen ersten Luftsieg am 4. Juli 1915. Nach der Versetzung zur neu aufgestellten Feldfliegerabteilung 62 flog Boelcke das zweisitzige, bewaffnete "C-Flugzeug", einen LVG-Doppeldecker. Bald danach erhielt er einen der neuen Fokker E-1 Eindecker. Dieser Flugzeugtyp war ein Kampfeinsitzer, das heißt der Flugzeugführer flog und schoss. Boelcke erkannte die Bedeutung dieser neuen Waffe und arbeitete unaufhörlich an der Verbesserung seiner Flug- und Schießkünste.

In Denkschriften und Eingaben an die militärische Führung legte Boelcke die Grundsätze des modernen Luftkampfes dar. Im August 1916 stellte man nach seinen Vorschlägen die ersten Jagdstaffeln auf, und Boelcke wurde mit der Führung der Jagdstaffel 2 beauftragt. Er hatte die Erlaubnis, sich die geeigneten Piloten aussuchen zu dürfen. Anfang September begann er als Staffelführer seine Kameraden intensiv auf den Luftkampf im kleinen Verband, anstatt des bis dahin durchgeführten Einzelkampfes, vorzubereiten. Der Erfolg stellte sich bald ein. Zu seinen bekanntesten Schülern gehörten Manfred Freiherr von Richthofen und Erwin Böhme. Beide äußerten sich, wie auch alle anderen Staffelangehörigen, stets voller Hochachtung über Boelcke. Hauptmann Oswald Boelcke fiel am 28. Oktober 1916, nachdem er insgesamt 40 Luftsiege erzielt hatte. Mitten im Verlauf eines hitzigen Luftkampfes, streifte die Maschine seines Freundes Böhme sein Flugzeug. Boelcke konnte die abstürzende Maschine nicht mehr abfangen und wurde beim Aufprall auf den Boden getötet. Boelckes Verdienste lagen nicht so sehr in seinen Luftsiegen, sondern in der Entwicklung von Einsatzgrundsätzen und in der Grundlagenarbeit zur Ausbildung seiner Kameraden. Er gilt als der Lehrmeister der Jagdflieger. Noch heute basieren Flugverfahren und Einsatzgrundsätze auf seinen Strategien. Durch sein fliegerisches Können, seine Beherrschung der Taktik im Luftkampf und seine beispielhafte Persönlichkeit, wurde er zum Vorbild. (info: www.luftwaffe.de)